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Holzmarkt – 4. Quartal 2011
Die Lage auf dem Holzmarkt war im Gesamtjahr 2011 sehr stabil. Die Rundholzpreise konnten sich über den gesamten Jahresverlauf auf hohem Niveau behaupten, obwohl im Winter/Frühjahr dieses Jahres aufgrund der guten Witterungsverhältnisse viel Holz (auch vom Privatwald) bereitgestellt wurde. Durch die daraus resultierend gute Versorgungslage unserer Sägewerke im 2. Quartal 2011, verstärkt durch Schneebruch-Holzmengen aus den nördlichen Regionen Bayerns, haben sich die Abfuhrzeiten leider etwas verlängert. Mittlerweile sind diese Mengen abgefahren und verarbeitet, sodass wieder mit normalen Abfuhrzeiten von wenigen Wochen zu rechnen ist. Die Hagelsturmereignisse im Sommer und der damit verbundene Schadholzanfall konnte auf die bestehenden Lieferverträge bereitgestellt werden und hatte keine Auswirkungen auf das Marktumfeld. Wie in den vergangenen beiden Jahren hatte die FBG Ansbach-Fürth auch im Jahr 2011 aufgrund der für den Wald positiv wirkende Witterung nahezu keinen Käferholzanfall zu verzeichnen.
Zu Beginn des 4. Quartals konnten für Nadelholzsortimente nochmals leichte Preis-steigerungen verhandelt werden. Der Preis für frische Fichte in der Güte B bei Stärkeklasse 2b+ liegt je nach Abnehmer derzeit zwischen 96 und 99 Euro je fm. Für gutes und stärkeres Stammholz mit besseren Qualitäten (Zopf mind. 15cm o.R.) für den Bausektor kann individuell mit einem kleinen Preisaufschlag gerechnet werden. Käferholz wird nach wie vor mit einem Abschlag von 10 bis 15 Euro je fm gehandelt. Für das Leitsortiment in der frischen Kiefer in der Güte BC / 2b+ wird aktuell zwischen 75 und 78 Euro je fm bezahlt. Holz für die Paletten-Industrie in der Länge 3,70m liegt etwa bei 63 bis 65 Euro je fm.
Bei Industrieholz/Papierholz haben wir in Bayern durch die Übernahme von MD-Papier durch UPM-Kymmene/Finnland eine Monopolstellung erhalten. Der laufende Abnahmevertrag gilt bis 31.12.2011 mit einem Preis von 36 Euro je rm. Voraussichtlich muss im nächsten Jahr mit einer leichten Preisabschwächung gerechnet werden. Bereitstellungen zum Altpreis sollten bis spät. 15. Dezember bei uns eingegangen sein.
Gute Nachfrage seitens der Sägewerke besteht weiterhin bei Eichenholz bei gutem Preisniveau. Auch bei der Esche hat sich das Interesse von der Abnehmerseite deutlich erhöht. Schnittfähiges Buchenstammholz wird besser nachgefragt als in den vergangenen Jahren, die ersten Verhandlungsergebnisse lassen auch hier auf eine leichte Preissteigerung hoffen.
Beim Spanholz und Energieholz haben wir aufgrund der hohen Preise bei fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas eine sehr hohe Nachfrage. Brennholzanbietern und auch Käufern steht unsere Internet-Brennholzbörse unter www.fbg-ansbach-fuerth.de zur Verfügung. Auch kommende Saison werden wir wieder Hackschnitzellieferverträge mit unseren heimischen Trocknungsgenossenschaften vereinbaren.
Für Fragen zur Aushaltung und Vermarktung, Organisation von Einschlägen oder Durchforstungsmaßnahmen stehen Ihnen unsere Gebietsbetreuer gerne zur Verfügung.
Ingesamt bleibt festzuhalten, dass der momentan gute Rundholzpreis vor allem durch das geringe Angebot seitens der Waldbesitzer sowie des sehr geringen Anfalles an Sturm- oder Käferholz gekennzeichnet ist. Die Märkte für Schnittholz tendieren preislich eher rückläufig, auch unkalkulierbare Finanzmärkte belasten derzeit die Holz verarbeitende Industrie.
Für die angehende Saison wünschen wir eine erfolgreiche und vor allem unfallfreie Waldarbeit.
Thomas Härpfer Geschäftsführer
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Holzmarkt 2. Quartal 2011
Die Holzpreise bleiben auch im 2. Quartal dieses Jahres weiterhin stabil auf hohem Niveau. Allerdings befindet sich derzeit aufgrund der witterungsbedingt guten Einschlagsbedingungen von Februar bis April relativ viel Holz auf dem Rundholzmarkt, sodass sich die Abfuhrzeiten etwas erhöht haben. Die Sägewerke sind bemüht, lagerndes Holz trotzdem zügig abzufahren. Sollten Sie in den kommenden Monaten einen Sommer-Einschlag z.B. auch aufgrund der guten Befahrbarkeit des Bodens planen, setzen Sie sich bitte vorher mit Ihrem zuständigen Gebietsbetreuer in Verbindung, um die entsprechende Aushaltung sowie etwaige Abfuhrzeiten (Borkenkäfergefahr bei der Fichte!) abzustimmen.
Thomas Härpfer, Geschäftsführer
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Holzmarkt 1. Quartal 2011
Die Lage auf dem Holzmarkt ist nach derzeitigem Stand weiterhin stabil, die Preise sind auf gleichem Niveau wie in den Vormonaten (siehe Rundschreiben November 2010). Eine deutliche Preiserhöhung konnte zum Jahreswechsel beim Papierholz erzielt werden, hier liegen wir bei aktuell 36,00 Euro je rm. Durch den frühen Wintereinbruch bereits Ende November stand der Sägeindustrie in begrenztes Angebot an Rundholz zur Verfügung, die Nachfrage ist auch wegen der guten konjunkturellen Entwicklung der deutschen Wirtschaft weiterhin hoch. Auch schwächere Sortimente bei den Fixlängen sowie Spanholz sind sehr gut verkäuflich, sodass sich die Pflege und Durchforstung von jüngeren Beständen zur Erzielung von Qualität und Stabilität lohnt.
Thomas Härpfer, Geschäftsführer
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Holzmarkt - 4. Quartal 2010
Zurückblickend auf das Gesamtjahr 2010 konnten bis jetzt nahezu in jedem Quartal Preiserhöhungen auf dem Rundholzmarkt erzielt werden. Maßgeblich dafür verantwortlich war der vergleichsweise geringe Frischholzeinschlag über fast alle Besitzarten, besonders beim Privatwald. Aber auch der sehr geringe Anfall von Schadholz (Sturm- und Käferholz) hat zu einer Verknappung des Rundholzangebotes im Vergleich zu den Vorjahren geführt, bedingt zum einen durch eine sehr waldfreundliche, feuchte Witterung im Frühjahr und Sommer dieses Jahres, zum anderen aber auch durch eine Zunahme der Waldhygiene. Das Sturmtief Xynthia im Frühjahr hatte für unsere mittelfränkischen Wälder nahezu keine Auswirkungen und somit blieb die Schadensmenge mit insgesamt 4,5 Mio fm weit unter 10% des Gesamtholzeinschlages von durchschnittlich ca. 50 Mio fm jährlich in Deutschland (das Sturmtief Kyrill 2007 brachte im Vergleich dazu ca. 70 Mio fm Holz zu Fall). Die Rundholzlagerbestände der Sägewerke sind daher weitgehend abgebaut.
Insgesamt haben wir aktuell einen nach wie vor aufnahmefähigen Markt, vor allem für Nadel-Rundholz. Der Preis für frisches Fichtenholz der Güte B in der Stärkeklasse 2b+ liegt aktuell bei ca. 93.- bis 95.- Euro je fm. Für gutes und stärkeres Stammholz mit besseren Qualitäten (Zopf 16cm o.R.) kann individuell mit einem kleinen Preisaufschlag gerechnet werden. Käferholz wird mit einem Preisabschlag von 10.- bis 15.- je fm gehandelt. Für frisches Kiefernholz wird in BC-Qualität bei Stärkeklasse 2b+ 73.- bis 75.- Euro je fm bezahlt. Palettenholz in der Aushaltung 3,70m liegt bei ca. 59.- Euro je fm bei 2b+.
Wo es die waldbaulichen Verhältnisse zulassen und möglichst wenig Schäden in den Beständen zu erwarten sind, kann Fichte wie Kiefer bevorzugt lang ausgehalten werden.
Die derzeit besseren Preise für Papierholz von ca. 32-33€/rm (Preis war bis Redaktionsschluss noch nicht endverhandelt) machen einen Eingriff auch in schwächeren Fichtenbeständen lohnend.
Eine leicht steigende Nachfrage und somit auch Preiserhöhung von 5-10% gibt es beim Eichenholz. Für die Eichenvermarktung ist im Gesamtgebiet der FBG AN-FÜ Rudi Hofmockel (Tel. 09824-1419) zuständig, der Ihnen gerne alle diesbezüglichen Fragen beantwortet. Bitte bieten Sie Ihr Eichenholz auch unmittelbar frisch nach dem Einschlag zum Verkauf an, da ein Pilz- oder Insektenbefall schnell zu einem Wertverlust führen kann. Bei der Buche haben wir zwar auch eine leicht zunehmende Nachfrage zu verzeichnen, allerdings hat sich ein höherer Preis auf dem physischen Markt noch nicht merklich durchgesetzt. Stärker nachgefragt wird derzeit Eschenholz.
Auch im Jahr 2011 beteiligt sich Ihre Forstbetriebsgemeinschaft wieder an der Laubholz-Submission in Iphofen. Die Gebotseröffnung ist für Mitte März 2011 geplant. Wenn Sie gute Qualitäten im Laubholz einschlagen möchten, wenden Sie sich bitte an uns bzw. an die zuständigen Revierförster, um die Stämme qualitativ zu beurteilen. Die Hölzer sollten bis spätestens Mitte Januar 2011 abfuhrbereit gerückt und vermessen sein. Die weitere Organisation übernimmt Ihre FBG. Im Jahr 2010 konnte die FBG Ansbach-Fürth e.V. beispielsweise einen Ahornstamm mit 1.300 Euro je fm vermarkten.
Beim Spanholz und Energieholz führte der zunehmende Wettbewerb ebenfalls zu Preissteigerungen. Gerne organisieren wir ganzjährig das Rücken, das Hacken, den Transport und die Vermarktung von Kronen- bzw. Astmaterial aus Ihren Holzeinschlägen. Zusätzlich bieten wir unseren Mitgliedern auch für die kommende Saison wieder Hackschnitzelliefermöglichkeiten an die Trocknungsgenossenschaften an. Ihr Ansprechpartner ist wie bisher Thomas Härpfer.
Wir wünschen Ihnen für die angehende Saison eine erfolgreiche und vor allem unfallfreie Waldarbeit.
Thomas Härpfer mit FBG-Team Geschäftsführer
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