HOLZMARKT

Holzmarktbericht

Überangebot an Kalamitätsholz prägt weiterhin den Holzmarkt in Bayern. Nadelschnittholzpreise geraten weiter unter Druck. Der Quartalswechsel brachte Preissenkungen mit sich. Frischholz-Einschläge müssen vermieden werden.

 

Holzmarkt in Bayern

Kalamitätsholz ist noch immer im Überfluss am Markt und führt zu einer Überversorgung der aller meisten Sägewerke. Daran wird sich so schnell auch leider nichts ändern. In Folge von Hitze, Trockenheit und Schädlingen erlebten wir trotz rückläufiger Rundholzpreise ein ungewöhnlich vermarktungsintensives erstes Quartal. Unser wichtigstes Sortiment die Kiefern-Fixlängen gerieten dabei als erstes unter Druck. Neben sich rasch füllenden Lieferverträgen wurden frühzeitig, geplante Kiefern-Produktionstage, seitens der Sägeindustrie, zugunsten der Fichte gestrichen. Einige Sägewerke riefen sogar einen Einkaufsstop für Kiefernholz aus. Wir dürfen aber damit rechnen, dass sich die Nachfrage nach frischer Kiefer im Herbst wiederbeleben wird. Neben einer sehr komfortablen regionalen Versorgungslage der Bayerischen-Nadelholzsägewerke, überfluten zusätzliche Holzströme aus dem In- und Ausland zu günstigsten Konditionen ganz Bayern. Dies äußert sich in erster Linie bei den nun verhandelten Rundholzpreisen für das zweite Quartal 2019:

Für frische Fichte im Leitsortiment 2b werden derzeit zwischen 63-70 €/fm im BC-Sortiment bezahlt. Neben Käferholzabschlägen von 25-30 €/fm werden nun auch zunehmend stärkere Hölzer früher mit Preisabschlägen gehandelt. Trotz eines Jahresvertrages werden nun auch die Konditionen und Abnahmemengen für Papierholz von UPM diskutiert. Auf der Grundlage eines sehr hohen Holzaufkommens und gleichzeitig sehr schleppender Verbräuche und mehrerer daraus resultierender Stillstände in den Werken, hat sich UPM entschlossen, in zukünftigen Gesprächen einvernehmliche Kompromisse zu finden. Bis Redaktionsschluss standen diese leider noch nicht fest.

Frische Kiefer wird im Sommer nur sehr verhalten nachgefragt bzw. wird teilweise nur noch mitgehend zur Fichte abgenommen. Derzeit werden noch Preise um die 55 €/fm bzw. zu BC/CD-Mischgüten in Höhe von 40-45 €/fm erzielt. Auch die Holzpreise für Palettenholz geben auf Grund der rückläufigen Stammholzpreise etwas nach, im Leitsortiment 2b werden aber immerhin noch 50 €/fm bezahlt.

 

Energie- und Industrieholzmarkt

Jahreszeitlich bedingt herrscht derzeit keine Nachfrage nach spaltautomaten geeignetem Nadel-Brennholz, desweitern ist ein ausreichender Waldvorrat vorhanden. Einzig Buchen-Brennholz wird weiterhin rege nachgefragt. Auf den zunehmenden Preisdruck der Konkurrenz mussten auch unsere Abnehmer für Industrieholz ihre Preise senken, so werden aktuell noch 23 €/fm bezahlt. Somit ist aber immerhin noch eine Vermarktung der vielen absterbenden Bäume, die schon dürr oder von minderwertiger Qualität sind gewährleistet.

Stark angespannt ist die Vermarktungssituation bei den Waldhackschnitzeln, aus dem Vorjahr ist noch ein großer Waldvorrat vorhanden. Aufgrund der Mengenkontigente bitten wir unsere Mitglieder die zur Vermarktung angebotenen Hackguthaufen weiterhin nicht auf Fremdgrund, landwirtschaftlich genutzten Flächen oder zukünftig geplanten Forstkulturflächen zu lagern, sodass die Holzabfuhr zeitlich unabhängig ist.

 

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