HOLZMARKT

Holzmarktbericht

[Stand Mo. 10.05.2021]

Die Nadelholzsägewerke in Deutschland erleben gerade einen regelrechten Boom. Obwohl sich deren Rundholzeinschnitt bereits auf Rekordniveau befindet, kann die Nachfrage bei weitem nicht gedeckt werden. Nach der größten Holzmarktkrise der letzten 30 Jahren ist mittlerweile eine Konsolidierung des Holzmarktes und ein äußerst sprunghafter Anstieg der Nadelrundholzpreise festzustellen.

 

Die Markterholung hat mehrere Gründe. Es herrscht allgemein eine sehr hohe Nachfrage nach Holz bzw. Holzprodukten, regional und international wirkte sich dies positiv auf die Preise aus. Insbesondere die gestiegenen deutschen Nadelschnittholz-Exporte in Richtung USA und China führten zu einer deutlichen Verknappung des Schnittholzangebotes in Mitteleuropa und trieben damit die Preise immer weiter in die Höhe. Oftmals zu unrecht werden in letzter Zeit die Holzexporte in der Presse kritisiert, waren diese jedoch in den letzten Jahren essentiel für die Bewältigung der enormen Kalamitätsholzmengen in-folge von Stürmen, Trockenheit und dem Borkenkäfer. Schließlich ist jetzt schon bekannt, dass der globale Nadelschnittholzbedarf 2021 höher sein wird als die Produktion. Auch die Folgen von Corona tragen dazu bei. Nach dem Motto „Hausrenovierungen statt Urlaub“,  ließ  den  Markt  für Do-It-Yourself-Sortimente massiv ansteigen.

Aufgrund der eher mäßigen Rundholzpreise zum Beginn der Einschlagssaison im Spätherbst 2020 war der Wintereinschlag sehr verhalten, infolge dessen sind die allermeisten Sägewerke derzeit deutlich knapper mit Rundholz versorgt, als zur selben Zeit im Vorjahr. Dieses Bild zeichnet sich global über die gesamte Branche ab. Vom Sägewerk über die Zwischenhändler bis hin zu den Verarbeitern hat man mit sehr tiefen Lagerbeständen überwintert.

 

Rundholzmarkt

Man muss wirklich kein Prophet sein, dass bei diesen Rahmenbedingungen sich nun endlich auch wieder die Rundholzpreise in Richtung eines aktzeptablen Niveaus befinden. Zugegebenermaßen kann diese kurzfristige Preissteigerung von über 100 % bei einzelnen Sortimenten, wie eine riesige Blase wirken die gerade am aufgeblähen ist. Und das Auftreten von neuen, noch unbekannten Händlern aus Fernost, kann teilweise schon als erstes Anzeichen einer Marktüberhitzung interpretiert werden. Jedenfalls sind die Preissteigerungen im Rundholz längst überfällig und enorm wichtig für den privaten Waldbesitzer, der im letzten Jahr überwiegend von staatlichen Fördergeldern wie z.B. der Bundeswaldprämie leben musste.

Wir sind froh die gesamte Palette an Holzsortimenten, die erfreulicherweise alle rege nachgefragt werden, wieder zur Vermarktung anbieten zu können. Bei weiteren Fragen zu den nebenstehenden Holzaushaltungsmöglichkeiten bitte an die Geschäftsstelle wenden.

 

Alexander Rößler

Geschäftsführer

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