HOLZMARKT

Holzmarktbericht

Der Holzmarkt in Bayern wird durch Käfer- und Sturmholz geprägt. Im Bauhauptgewerbe haben sich die Einschätzungen des ifo-Geschäftsklimaindexes zuletzt sehr positiv entwickelt. Die FBG nimmt wieder an Laubholzsubmission in Iphofen teil.

Holzmarkt in Bayern

 

Durch den regional hohen Käferholzanfall während des Sommers und nach dem Gewittersturm „Kolle", der insbesondere in den Landkreisen Passau, Freyung-Grafenau sowie in unserem Landkreis Fürth zu größeren Schäden geführt hat, ist die derzeitige Versorgungslage der Sägewerke in Bayern, aber auch in den angrenzenden Regionen mit Nadelrundholz sehr gut. Nach kurzzeitiger Ungewissheit haben sich nun die Märkte wieder zunehmend stabilisiert und so konnten in den letzten Wochen längerfristige Verträge, zu akzeptablen Holzpreisen abgeschlossen werden. Neben dem Stopp des Nadelfrischholzeinschlags der Bayerischen Staatsforsten bis Ende Oktober, ist hierfür vor allem die weiterhin anhaltende gute Entwicklung im Bauhauptgewerbe verantwortlich. Diese wirkt sich positiv auf die Geschäftslage im Holzgewerbe aus. Besonders die Nadelholzsäger profitieren von der guten Stimmung beim Bau. Die Produktionsgeschwindigkeit und -menge ist hoch und die Auftragseingänge nehmen weiter zu. Die Impulse hierfür kommen vornehmlich aus dem Wohnungsbau. Auch wenn bundesweit die Anzahl der Baugenehmigungen etwas unterhalb des Rekordjahres 2016 liegen, ist das Niveau weiterhin sehr gut und liegt deutlich über dem Jahr 2015.

Im Leitsortiment 2b werden in der Spitze mit 72 €/fm bei der Kiefer und 90 €/fm bei der Fichte gute Preise im Fixlängenbereich bezahlt. Wie auch schon im Jahr zuvor, wurden mit unseren Großabnehmern diese Holzpreise bereits bis zum Ende des I. Quartals 2018 verhandelt. Aktuell herrscht vor allem nach Kiefern-Lamellenholz eine sehr große Nachfrage. Beim Palettenholz mit der klassischen Aushaltung von 3,60 m werden in der Spitze noch 59 €/fm bezahlt. Wie wir schon berichteten wurden allein im I. Quartal 2017 nahezu eine komplette Jahresmenge an Palettenholz bereitgestellt, worauf es wiederum zu sehr langen Abfuhrzeiten kam. Dieses „Waldlager" ist nun schon sehr weit abgebaut und so dürfen wir langsam wieder auf eine schnellere Abwicklung hoffen. Zudem wurde auch wieder ein Jahresvertrag im Fichten-Papierholzbereich mit der Firma UPM abgeschlossen. Für die Länge 2 oder 3 m werden noch 32,50 €/rm bezahlt. Zusätzlich besteht nun auch bis Ende Februar 2018 die Möglichkeit Kiefern-Papierholz zu vermarkten, für 2 oder 3 m werden hierfür noch 26 €/rm bezahlt.

 

Laubstammholzmarkt

Wie schon die Jahre zuvor ist die Nachfrage nach Eichenstammholz ungebrochen hoch und so bleibt weiterhin ein Verkäufermarkt bestehen. Für das kommende Winterhalbjahr wird aller Voraussicht nach ein Preisanstieg in Höhe von 3 bis 5 % je nach Qualität und Stärkeklasse zu verzeichnen sein. Genaue Preise liegen leider noch nicht vor, die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen. Aktuell ist in der Möbelbranche wieder ein Trend zu dunkleren Hölzern zu verzeichnen. Gesucht wären unter anderem starkes Walnuss- bzw. Schwarznussholz. Die übrigen Laubbaumarten wie z.B. Kirsche, Erle, Bergahorn, sollten nur in ausgewählten Exemplaren geerntet und submittiert werden. -15-

Die Absatzmöglichkeiten für Buchenholz haben sich noch nicht verbessert. Beim Buchenstammholz besteht erst bei entsprechend guten Qualitäten und ab der Stärkeklasse 4+ eine sichere Absatzmöglichkeit. Für schwächere und schlechtere Laubholzsortimente bestehen lediglich Vermarktungsmöglichkeiten als Brennholz, hierbei sollte die Mindestmenge von 15 fm pro Lagerort nicht unterschritten werden.

 

Submissionsholz

Die FBG wird auch in diesem Jahr wieder an der Laubholzsubmission in Iphofen teilnehmen. Im Vorjahr konnte einer unserer Mitglieder den zweiten Platz der Gesamtwertung, mit einem Eichenstamm im Wert von 1.544 €/m belegen.

Sollten Sie für die Submission geeignete Laubholzstämme mit entsprechender Dimension und vor allem guter Qualität besitzen, bitten wir Sie bis zum Ende des Jahres einen Termin mit FBG-Förster Christian Weiß zu vereinbaren. Bei einem Vor-Ort-Termin wird dann der weitere Ablauf besprochen.

 

Energie- und Industrieholzmarkt

Erfreulicherweise konnten in diesem Jahr zwei neue Abnehmer gewonnen werden und so wurden Verträge mit ausreichenden Mengen verhandelt. Eine Entspannung des Energieholzmarktes ist aber bei weitem noch nicht zu spüren, durch das Sturmholz entsteht auch viel nicht sägefähiges Material, was wiederum zusätzlich den Markt belastet. Zumindest besteht aber nun die Möglichkeit die anfallenden Mengen auch sicher zu vermarkten. Für das Industrieholz werden zwischen 30 und 32 €/fm und für spaltautomaten geeignetes Brennholz rund 36 €/fm bezahlt.

 

Angespannt ist die Situation bei den Waldhackschnitzeln. Bei rückläufigen Preisen werden bei weiten Rückeentfernungen kaum noch Erträge für den Waldbesitzer zu erzielen sein. Aufgrund der Mengenkontigente bitten wir unsere Mitglieder die zur Vermarktung angebotenen Energieholzsortimente weiterhin nicht auf Fremdgrund, landwirtschaftlich genutzten Flächen oder zukünftig geplanten Forstkulturflächen zu lagern, sodass die Holzabfuhr zeitlich unabhängig ist.

Für die kommende Saison wünschen wir Ihnen eine erfolgreiche und vor allem unfallfreie Waldarbeit.

 

 

Alexander Rößler

Geschäftsführer FBG e.V.

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