HOLZMARKT

Holzmarktbericht

Der Holzmarkt in Bayern wird immer noch durch Käfer- und Sturmholzgeprägt. Preissteigerungen von Nadelschnittholz scheinen wohl vorerst beendet. Nachfrage nach Bauleistungen aber weiterhin auf hohem Niveau.

 

Holzmarkt in Bayern

Das Geschehen an den Rundholzmärkten der Nadelholzsäger in Bayern wird weiterhin durch die Folgen der Kalamitäten bestimmt und ist angespannt wie schon lange nicht mehr. Käferholz ist immer noch im Überfluss am Markt und wird teils nur noch schleppend aagenommen. Auch die Aufarbeitung der beiden Winterstürme "Burglind" und "Friederike" dauern in den betroffenen Bundesländern weiter an. Aufgrund der Überversorgung sind derzeit die Meisten Sägewerke für mindestens vier Produktionsmonate mit Stammholz versorgt. Die weitaus meisten Sägewerke verzeichnen aber noch stabile Auftragseingänge und Auftragsbestände. Die Preise von Nadelschnittholz werden nach stetigen Steigerungen voraussichtlich nun leicht nachgeben.

Die komfortable Versorgungslage der Sägewerke äußert sich besonders in den Rundholzpreisen für das kommende Winterhalbjahr. Im Leitsortiment 2b werden in der Spitze mit 67€/fm bei der Kiefer und 80€/fm bei der Fichte noch verhältnismäßig vernünftige Preise im Fixlängenbereich bezahlt. Derzeit herrscht vor allem nach starker frischer Kiefer und Kiefern-Lamellenholz eine sehr große Nachfrage.

Bei der Aushaltung von Palettenholz ist besonders auf einen ausreichenden Frischholzanteil zu achten, siehe auch II. FBG-Rundschreiben 2018. Die noch gültigen Preise für Palettenholz werden voraussichtlich zum Jahreswechsel etwas nachgeben.

Bei einem gleich bleibenden Preisniveau wurde auch wieder ein Jahresvertrag im Fichtenpapierholzbereich mit der Fa. UPM geschlossen. Für die Länge 2 oder 3 m werden 32,50€/rm bezahlt. Weiterhin besteht die Möglichkeit Kiefern-Papierholz zu vermarkten, hierfür werden noch 25€/rm bezahlt.

 

Energie- und Industrieholzmarkt

Ebenfalls zu identischem Preisniveau wurden Verträge mit ausreichenden Mengen mit den Industrieholzabnehmern geschlossen. Somit ist eine Vermarktung der vielen absterbenden Bäume, die schon dürr oder von minderwertiger Qualität sind, gewährleistet. Für das Industrieholz werden zwischen 30 und 32 €/fm und für das spaltautomaten geeignetes Brennholz rund 36€/fm bezahlt.

Sehr angespannt ist die Vermarktungssituation nei den Waldhackschnitzeln. Bei rückläufigen Preisen werden bei weiten Rückeentfernungen kaum noch Erträge für den Waldbesitzer zu erzielen sein. Aufgrund der Mengenkontingente bitten wir unser Mitglieder die zur Vermarktung angebotenen Hackguthaufen weiterhin nicht auf Fremdgrund, landwirtschaftlich genutzten Flächen oder zukünftig geplanten Forstkulturen zu lagern, sodass die Holzabfuhr zeitlich unabhängig ist.

 

Laubstammholzmarkt

Wie bereits die Jahre zuvor ist die Nachfrage nach Eichenstammholz und dunkle Hölzer wie z.B. Nussbaumholz ungebrochen. Entsprechend konnte für das kommende Winterhalbjahr ein Preisanstieg von bis zu 5% je nach Qualität und Stärkeklasse verzeichnet werden.

Eichenstammholz in den Qualitäten A, AB, B, BC, C wäre ab einer Stärke von 3a, mindestens 30 cm Durchmesser auszuhalten, ab einer Mindestlänge von 2,50 m zzgl. 20 cm Übermaß und länger. Längere Eichenstämme (Klammerstämme) werden dabei von den Käufern bevorzugt nachgefragt.

Schwächere und schlechtere Qualitäten in der Eiche sind als "Pfahl-Eichen" auszuhalten und zu vermarkten. Hier ist ein Mindestdurchmesser von 3a, 30 cm Durchmesser und stärker auszuhalten. Länge wäre 4,0 m zzgl. 20 cm Übermaß. Qualitäten C, CD und D.

Grundsätzlich ist bei der Laubholzvermarktung darauf zu achten, dass immer mehrere Stämme pro Lagerort bereitgestellt werden. Gegebenenfalls können Einzelstämme zu Sammellagerplätzen gefahren und mit dem Namen des Eigentümers beschriftet werden. Eichenbrennholz wäre mit 3m Länge, Mindestzopf 10 cm und Maximaldurchmesser 40 cm auszuhalten. Es sollte für Spaltautomaten tauglich und weitestgehend geradschaftig sein.

Durch die leider sehr geringe Vermarktungsmenge ist für uns die Vermarktung von Buchenstammholz äußerst schwierig. Obwohl die Nachfrage nach Buche, bedingt durch die in der Käferholzaufarbeitung gebundenen Kapazitäten, nicht vollumfänglich bedient bedient werden konnte. Beim Buchenstammholz ab 5 m oder länger zzgl. 20 cm Übermaß, besteht erst bei entsprechend guten Qualitäten und ab Stärkeklasse 4 aufwärts eine sichere Absatzmöglichkeit. Schwächere, schlechtere Qualitäten sind in der Buche als Brennholz zu vermarkten. Das Holz sollte für Spaltautomaten tauglich und weitestgehend geradschaftig sein. Mindestzopfdurchmesser ist 10 cm, Maximaldurchmesser 40 cm.

 

Submissionsholz

Die FBG möchte auch in diesem Jahr an der Laubholzsubmission in Iphofen teilnehmen. Auf den Submissionen wurden in den letzten Jahren vor allem Eichen und dunkle Hölzer wie Walnuss oder Schwarznuss aufgelegt. Helle Hölzer wie Esche, Buche oder Ahorn wurden kaum beboten und sind derzeit von der Möbelbranche nur verhalten gesucht. Die für die Submission vorgesehenen Laubholzstämme sollten sowohl eine ordentliche Dimension als auch eine sehr gute Qualität aufweisen. Vor dem Einschlag wäre ein Termin mit FBG-Förster Christian Weiß wünschenswert, um den weiteren Ablauf zu koordinieren. Frachtkosten, Lagerplatzgebühr und die FVU-Gebühr für die Submission trägt wie üblich der Besitzer des Wertholzstammes. Anmeldefrist für die Submission ist der 06.02.2019.

 

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